BEHANDLUNG

Krankengymnastik nach Bobath

Das Bobath-Konzept ist ein therapeutisches Behandlungskonzept für Menschen mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Es basiert auf der Neuroplastizität des Gehirns – der Fähigkeit, nach einer Schädigung neue neuronale Verbindungen zu bilden. Durch gezielte Bewegungsangebote und sensomotorische Stimulation wird das Gehirn angeregt, Bewegungsmuster neu zu erlernen.

30 Min 50 € Mit Verordnung
Bobath-Therapie in der Privatpraxis

Bei welchen Beschwerden hilft Bobath-Therapie?

SchlaganfallAkute und langfristige Rehabilitation nach Apoplex
Neurologische ErkrankungenMultiple Sklerose, Morbus Parkinson, Zerebralparese
HirnverletzungenSchädel-Hirn-Trauma, Zustand nach Hirntumor-OP
WeitereSpastik jeglicher Ursache, Rückenmarksverletzungen

So läuft die Behandlung ab

1Neuromotorischer BefundAnalyse von Haltung, Muskeltonus, Gleichgewicht und Bewegungsqualität – was kann der Patient ansatzweise noch?
2FazilitationGeführte Bewegungsübergänge wie Aufstehen und Drehen, Gewichtsübernahme auf der betroffenen Seite.
3Sensomotorische StimulationTaktile Stimulation und Alltagsübungen – Integration der betroffenen Seite statt Kompensation.
4Aufbauende TherapieJede Sitzung knüpft an die letzte an und baut gezielt auf erkennbare Fortschritte auf.

Wirkung und Effekte

  • Verbesserung der Bewegungsqualität und -kontrolle
  • Reduzierung von Spastik
  • Wiederherstellung von Gleichgewicht und Koordination
  • Verbesserung der Alltagsfunktionen (Gehen, Greifen, Ankleiden)
  • Förderung der neuronalen Reorganisation
  • Erhalt von Mobilität und Selbstständigkeit

So arbeite ich – Branka Anolee Mitschke

Branka Anolee Mitschke in ihrer Praxis

Woran erkennst du den Zustand des Nervensystems in den ersten Minuten?

In der Regel kommt jemand mit einer neurologischen Diagnose zu mir – oft nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer Reha-Maßnahme, verbunden mit der Empfehlung, die neurologische Behandlung fortzuführen. Im Befund führe ich einige neurologische Tests durch, die auf Defizite hinweisen können. Gleichgewichtsstörungen, eine Lähmung einer Körperseite oder Taubheitsgefühle sind typische Hinweise auf ein neurologisches Geschehen, das ich von Beginn an im Blick behalte.

Welche Rolle können Angehörige spielen?

Bei Menschen nach einem Schlaganfall mit Halbseitenlähmung oder bei Parkinson-Kunden, die bereits Unterstützung im Alltag brauchen, ist eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegepersonal und Angehörigen sehr wertvoll. Angehörige müssen das Krankheitsbild verstehen – denn im Alltag kann es zu sehr unterschiedlichen Beeinträchtigungen kommen. Wenn man versteht, was mit dem Partner oder der Partnerin passiert, fällt es leichter, geduldig zu bleiben und besser miteinander zu kommunizieren.

Hast du erlebt, dass jemand nach Monaten plötzlich Fortschritte machte?

„Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ – das trifft es bei vielen Erkrankungen ganz gut. Geduld ist oft die wichtigste Zutat im Heilungsprozess, auch wenn das schwer auszuhalten ist, besonders wenn jemand plötzlich erkrankt und sich nicht anpassen kann. Nach einer Operation passiert häufig genau nach sechs Wochen etwas: Wenn die Wundheilungsphase abgeschlossen ist, setzen spürbare Verbesserungen ein, die Schmerzen lassen nach, die Belastbarkeit steigt, die Beweglichkeit nimmt zu. Diese Momente sind schön zu erleben.

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